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	<title>Verbrechen Archive - Familienclans - unter Beobachtung</title>
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	<description>Der gefährlichste Familienclan Deutschlands</description>
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	<title>Verbrechen Archive - Familienclans - unter Beobachtung</title>
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		<title>Brandmauer</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Apr 2026 19:51:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Verbrechen Normalisierung des Faschismus Opfer/Schaden Seit Jahren klettern die Prozentpunkte der rechtsextremen AfD in Umfragen immer weiter nach oben. Durch Mandate, Parteienfinanzierung und Auftritte in Medien und Talkshows hat die AfD inzwischen massiv Resourcen und Plattformen, um ihre menschenverachtenden Inhalte zu verbreiten. Diskursiv treibt sie vor allem die CDU, aber auch die SPD vor sich her, bei Themen wie Sicherheit, Migration, Klima und Sozialpolitik verschiebt sich die Debatte immer weiter nach rechtsaußen. Auch wenn die politische Mitte sich formal zur Brandmauer bekennt, übernimmt sie inhaltlich Positionen der AfD und macht sie damit anschlussfähig &#8211; mit dem kurzfristig egoistischen Ziel, der AfD ein paar Wähler:innenstimmen abzuluchsen. Es ist ein Irrglaube, dass rechtsextreme Parteien durch Einbindung oder Dialog gezähmt oder geschwächt werden können. Wie vergleichende Studien anderer europäischer Länder zeigen (z.B. von der Konrad-Adenauer-Stiftung), führt das Aufweichen einer klarer Linie dauerhaft immer zur Stärkung der Faschisten. Ob cordon sanitaire, firewall, muro di fuoco, Brandgrens oder Brandmauer &#8211; jegliche Unterwanderung schädigt die Demokratie unwiderruflich. Tathergang Vorbereitend zur eigentlichen Tat betrieben die Familienunternehmer schon in der Vergangenheit eine Beeinflussung des politischen Kompass. Die Linkspartei wird als  &#8222;zwingend planwirtschaftlich und eigentumsfeindlich&#8220; abgestempelt als &#8222;Kraft des politischen Extremismus&#8220; und damit gleichgestellt mit der AfD, die von den</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://familienclans.org/ermittlungsakte/brandmauer/">Brandmauer</a> erschien zuerst auf <a href="https://familienclans.org">Familienclans - unter Beobachtung</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3 id="magicdomid133" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Verbrechen</b></span></h3>
<div id="magicdomid134" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">Normalisierung des Faschismus</div>
<h3 id="magicdomid136" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Opfer/Schaden</b></span></h3>
<div id="magicdomid137" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">
<p>Seit Jahren klettern die Prozentpunkte der rechtsextremen AfD in Umfragen immer weiter nach oben. Durch Mandate, Parteienfinanzierung und Auftritte in Medien und Talkshows hat die AfD inzwischen massiv Resourcen und Plattformen, um ihre menschenverachtenden Inhalte zu verbreiten. Diskursiv treibt sie vor allem die CDU, aber auch die SPD vor sich her, bei Themen wie Sicherheit, Migration, Klima und Sozialpolitik verschiebt sich die Debatte immer weiter nach rechtsaußen. Auch wenn die politische Mitte sich formal zur Brandmauer bekennt, übernimmt sie inhaltlich Positionen der AfD und macht sie damit anschlussfähig &#8211; mit dem kurzfristig egoistischen Ziel, der AfD ein paar Wähler:innenstimmen abzuluchsen.</p>
<p>Es ist ein Irrglaube, dass rechtsextreme Parteien durch Einbindung oder Dialog gezähmt oder geschwächt werden können. Wie vergleichende Studien anderer europäischer Länder zeigen (z.B. von der <a href="https://www.kas.de/de/einzeltitel/-/content/zwischen-abgrenzung-einbindung-und-tolerierung" data-cke-saved-href="https://www.kas.de/de/einzeltitel/-/content/zwischen-abgrenzung-einbindung-und-tolerierung">Konrad-Adenauer-Stiftung</a>), führt das Aufweichen einer klarer Linie dauerhaft immer zur Stärkung der Faschisten. Ob cordon sanitaire, firewall, muro di fuoco, Brandgrens oder Brandmauer &#8211; jegliche Unterwanderung schädigt die Demokratie unwiderruflich.</p>
</div>
<h3 id="magicdomid139" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Tathergang</b></span></h3>
<div id="magicdomid142" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">Vorbereitend zur eigentlichen Tat betrieben die Familienunternehmer schon in der Vergangenheit eine Beeinflussung des politischen Kompass. Die Linkspartei wird als  &#8222;zwingend planwirtschaftlich und eigentumsfeindlich&#8220; abgestempelt als <a href="https://www.familienunternehmer.eu/presse-news/pressemitteilungen/detail/familienunternehmer-zum-parteitag-der-linken.html" data-cke-saved-href="https://www.familienunternehmer.eu/presse-news/pressemitteilungen/detail/familienunternehmer-zum-parteitag-der-linken.html">&#8222;Kraft des politischen Extremismus&#8220;</a> und damit gleichgestellt mit der AfD, die <a href="https://www.familienunternehmer.eu/rks/hessen/regionalkreis-nordhessen/presse/medienpraesenz.html?tx_wfstructuredcontent_contentlist%5Baction%5D=show&amp;tx_wfstructuredcontent_contentlist%5Bcontent%5D=3647&amp;tx_wfstructuredcontent_contentlist%5Bcontroller%5D=Content&amp;cHash=ad5d077e11dc0cc87b1a35127aea37d8" data-cke-saved-href="https://www.familienunternehmer.eu/rks/hessen/regionalkreis-nordhessen/presse/medienpraesenz.html?tx_wfstructuredcontent_contentlist%5Baction%5D=show&amp;tx_wfstructuredcontent_contentlist%5Bcontent%5D=3647&amp;tx_wfstructuredcontent_contentlist%5Bcontroller%5D=Content&amp;cHash=ad5d077e11dc0cc87b1a35127aea37d8">von den Familienunternehmer auch als &#8222;extrem&#8220;</a> bezeichnet wird. Im Gegensatz zur Linkspartei ist es den Famililenunternehmern allerdings ein Anliegen, AfD-Wähler:innen von ihrer neoliberalen Wirtschaftslogik zu überzeugen. In einer großangelegten Kampagne gingen die Familienunternehmer vor der Bundestagswahl 2025 auf Stimmenfang bei der AfD, mit dem Ziel Wähler:innen für die &#8222;Wirtschaftswende-Parteien&#8220; (CDU/CSU und FDP) zu gewinnen. Mit <a href="https://www.familienunternehmer.eu/presse-news/pressemitteilungen/detail/familienunternehmer-warnen-stimmen-fuer-die-afd-sind-nutzlos.html" data-cke-saved-href="https://www.familienunternehmer.eu/presse-news/pressemitteilungen/detail/familienunternehmer-warnen-stimmen-fuer-die-afd-sind-nutzlos.html">Verständnis für die &#8222;Enttäuschung&#8220; und den &#8222;Frust&#8220;</a> der Protest-Wähler:innen empfehlen die Familienunternehmer, das Kreuz nicht bei der AfD zu setzen &#8211; aber aus rein strategischen, nicht etwa inhaltlichen Abwägungen. Die Problematik des rechtsextremen Wahlprogramms der AfD wird vertuscht, eine inhaltliche Auseinandersetzung mit deren menschen- und demokratiefeindlichen Parolen sucht man vergebens.</div>
<div class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">Eine wirtschafts- und sozialpolitische Abgrenzung von der AfD hatten die Familienunternehmer bereits 2024 versucht. In einem<a href="https://www.familienunternehmer.eu/fileadmin/familienunternehmer/publikationen/dokumente/analyse-afd.pdf" data-cke-saved-href="https://www.familienunternehmer.eu/fileadmin/familienunternehmer/publikationen/dokumente/analyse-afd.pdf"> Analysepapier</a> betont der Verband die inhaltlichen Differenzen zur rechtsextremen AfD. Bei genauerem Hinschauen entpuppen diese sich aber als relativ gering. Wirtschaftspolitisch gibt es &#8211; abgesehen von der nationalen Isolationsstrategie (Dexit, Migrationspolitik) der AfD und dem traditionell neoliberalem Standpunkt der globalen Öffnung der Familienunternehmer &#8211; kaum Unterschiede. In der Sozialpolitik bestehen die Differenzen vor allem dort, wo die AfD in populistischer Art und Weise die weniger gut betuchte (ausschließlich deutsche!) Bevölkerung abzuholen sucht, wie z.B. bei der Rente.</div>
<div class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">Dass die AfD eine neoliberale Wirtschaftspolitik befürwortet, ist ja allgemein bekannt. So ist es eigentlich auch nicht sehr verwunderlich, dass der Verband die Familienunternehmer dann im Herbst die ideologische Nähe nicht mehr vertuscht und die Brandmauer einreißt: <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/afd-familienunternehmer-verband-gibt-brandmauer-auf-und-loest-debatte-aus/100175871.html" data-cke-saved-href="https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/afd-familienunternehmer-verband-gibt-brandmauer-auf-und-loest-debatte-aus/100175871.html">Die Präsidentin gibt bekannt</a>, dass das Kontaktverbot zur AfD seit einem Parlamentarischen Abend im Oktober aufgehoben ist, sprich, die AfD wie jede andere Partei (außer die Linkspartei) zu Gesprächen eingeladen wird.<br class="yoast-text-mark" />&gt;Erst dank massiver Kritik und Austritte bekannter Mitglieder (Rossmann, Fritz Cola, Vorwerk) <a href="https://www.deutschlandfunk.de/familienunternehmer-verband-macht-rueckzieher-und-raeumt-fehler-ein-100.html" data-cke-saved-href="https://www.deutschlandfunk.de/familienunternehmer-verband-macht-rueckzieher-und-raeumt-fehler-ein-100.html">rudert der Verband zurück</a> und gesteht gegenüber Medien Fehler ein.</div>
<h3 id="magicdomid144" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Hauptverdächtige</b></span></h3>
<div id="magicdomid145" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">Als Präsidentin des Verbands und treibende Kraft hat Marie-Christine Ostermann das Einreißen der Brandmauer zu verantworten. Ihre <a href="https://www.familienunternehmer.eu/presse-news/pressemitteilungen/detail/familienunternehmer-zum-umgang-mit-der-afd.html" data-cke-saved-href="https://www.familienunternehmer.eu/presse-news/pressemitteilungen/detail/familienunternehmer-zum-umgang-mit-der-afd.html">Rechtfertigungen</a>, dass die Wahlergebnisse der AfD trotz Brandmauer steigen und diese damit ineffektiv sei, sind naiv. Anstatt sich wirklich der Debatte zu stellen und sich ernsthaft mit sozialer Ungerechtigkeit in Deutschland auseinanderzusetzen, hält sie an einer marktverherrlichenden Wirtschafts- und Ungleichheitspolitik fest, die weiterhin einer (von mehreren) Faktoren sein wird, die Wähler:innen in die Arme der AfD treiben.</div>
<h3 id="magicdomid147" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Komplizenschaft</b></span></h3>
<div class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">Marie-Christine Ostermann ist mit ihrer Brandmauer-Sabotage bei weitem nicht allein. Unterstützung findet sie vor allem in der CDU, wo hochrangige Politiker wie Jens Spahn oder Friedrich Merz immer wieder Formen der Zusammenarbeit mit der AfD diskutieren oder experimentieren. Dies setzt die europäische Fraktion der EVP unter CDU-Mann Manfred Weber aktuell schon um. Die Verwässerung des europäischen Lieferkettengesetzes im November 2025 hat die EVP mit Stimmen der rechtsextremen Fraktionen im Europäischen Parlament erreicht. Seit März 2026 ist klar, dass es sich um eine strukturierte Zusammenarbeit auf Mitarbeiter:innen-Ebene zwischen der EVP-Fraktion und den rechtsextremen Fraktionen handelt, in denen auch die AfD vertreten ist.</div>
<div class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><br class="yoast-text-mark" />Ein weiterer ideologischer Wegbereiter ist der Historiker Andreas Rödder, CDU-Politiker und Chef des Think-Tanks Republik21 &#8211; in dessen Beirat auch Marie-Christine Ostermann sitzt. Rödder hat sich für CDU-Minderheitsregierungen mit AfD-Duldung ausgesprochen und ist der Meinung, die AfD spalten zu können, wenn der moderateren Flügel durch Gespräche und Zusammenarbeit eingehegt wird. Diese selbstüberschätzende Strategie der Einhegung und Zähmung ist historisch nicht neu. Deprimierend, wenn einem Professor für Neueste Geschichte nicht klar ist, was das letzte Mal passierte, als das deutsche Großkapital mit den aufsteigenden Faschisten gemeinsame Sache machte.</div>
<h3 id="magicdomid150" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Urteil</b></span></h3>
<div id="magicdomid151" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">Schuldig.</div>
<div class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">Wenn es nach den Familienunternehmern ginge, säße die AfD schon längst mit am Tisch.</div>
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		<title>Lieferkettengesetz</title>
		<link>https://familienclans.org/ermittlungsakte/lieferkettengesetz/</link>
		
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		<pubDate>Sat, 25 Apr 2026 19:42:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Verbrechen Umgehung und Verwässerung von Umwelt-, Sozial- und Menschenrechtsstandards Opfer/Schaden Weltweit erzeugt das Profitstreben deutscher Unternehmen (wie z.B. in den Familienclans organsiert) schwere Schäden für Umwelt und Klima sowie Verletzungen von Sozial- und Menschenrechten. In Abwesenheit von Regulierung und Kontrollen nehmen sie zur Gewinnmaximierung Kinderarbeit millionenfach in Kauf. Große Konzerne sowie ihre direkten und indirekten Zulieferer tragen maßgeblich zu Umwelt- und Klimazerstörung bei (z.B. gehen große Teile der Amazonas-Abholzung auf große Modekonzerne und die Lederindustrie zurück). Arbeits- und Sozialstandards werden missachtet, Gewerschafter:innen gefeuert, Lohne nicht ausgezahlt. Noch in der Corona-Pandemie stornierten internationale Konzerne kurzfristig Aufträge und verweigerten die Bezahlung für Millionen von Arbeiter:innen in asiatischen Ländern. Außer bloßen Lippenbekenntnisse zu Menschenrechten und Umweltstandards lehnen die Familienunternehmer jegliche Regulierungen, Gesetze und Haftungsklauseln ab, die Unternehmen zu einem verantwortlichen Handeln auch im Globalen Süden verpflichten. Tathergang Schon seit der Corona-Pandemie fordern die Familienunternehmer lautstark ein &#8222;Belastungsmoratorium&#8220; &#8211; damit sind verschiedene Kontroll-, Melde- und Nachweispflichten im Umwelt- und Arbeitsrecht sowie Lieferketten gemeint. Mit dem Argument, dass die &#8222;überbordende Bürokratie&#8220; den deutschen Mittelstand ernsthaft gefährden wurde, nahmen die Familienunternehmer an einer großangelegten INSM-geführten Kampagne der deutschen Wirtschaftslobby teil, um die Verabschiedung des deutschen Lieferkettengesetz im Bundestag am 11. Juni 2021 zu verhindern. Bereits seit 2019 liefen die</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3 id="magicdomid133" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Verbrechen</b></span></h3>
<div id="magicdomid134" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">Umgehung und Verwässerung von Umwelt-, Sozial- und Menschenrechtsstandards</div>
<h3 id="magicdomid136" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Opfer/Schaden</b></span></h3>
<div id="magicdomid137" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">Weltweit erzeugt das Profitstreben deutscher Unternehmen (wie z.B. in den Familienclans organsiert) schwere Schäden für Umwelt und Klima sowie Verletzungen von Sozial- und Menschenrechten. In Abwesenheit von Regulierung und Kontrollen nehmen sie zur Gewinnmaximierung Kinderarbeit millionenfach in Kauf. Große Konzerne sowie ihre direkten und indirekten Zulieferer tragen maßgeblich zu Umwelt- und Klimazerstörung bei (z.B. gehen große Teile der Amazonas-Abholzung auf <a href="https://fashionunited.de/nachrichten/mode/grosse-mode-und-schuhmarken-tragen-zur-abholzung-von-amazonaswaeldern-bei/2021120744146" data-cke-saved-href="https://fashionunited.de/nachrichten/mode/grosse-mode-und-schuhmarken-tragen-zur-abholzung-von-amazonaswaeldern-bei/2021120744146">große Modekonzerne und die Lederindustrie zurück</a>). Arbeits- und Sozialstandards werden missachtet, Gewerschafter:innen gefeuert, Lohne nicht ausgezahlt. Noch in der Corona-Pandemie stornierten internationale Konzerne kurzfristig Aufträge und <a href="http://https://lieferkettengesetz.de/wp-content/uploads/2020/06/Briefing-Juni-2020_Lieferketten-und-Corona_final.pdf" data-cke-saved-href="http://https://lieferkettengesetz.de/wp-content/uploads/2020/06/Briefing-Juni-2020_Lieferketten-und-Corona_final.pdf">verweigerten die Bezahlung</a> für Millionen von Arbeiter:innen in asiatischen Ländern. Außer bloßen Lippenbekenntnisse zu Menschenrechten und Umweltstandards lehnen die Familienunternehmer jegliche Regulierungen, Gesetze und Haftungsklauseln ab, die Unternehmen zu einem verantwortlichen Handeln auch im Globalen Süden verpflichten.</div>
<h3 id="magicdomid139" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Tathergang</b></span></h3>
<div id="magicdomid142" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">
<p>Schon seit der Corona-Pandemie fordern die Familienunternehmer lautstark ein &#8222;Belastungsmoratorium&#8220; &#8211; damit sind verschiedene Kontroll-, Melde- und Nachweispflichten im Umwelt- und Arbeitsrecht sowie Lieferketten gemeint. Mit dem Argument, dass die &#8222;überbordende Bürokratie&#8220; den deutschen Mittelstand ernsthaft gefährden wurde, nahmen die Familienunternehmer an einer großangelegten INSM-geführten Kampagne der deutschen Wirtschaftslobby teil, um die Verabschiedung des deutschen Lieferkettengesetz im Bundestag am 11. Juni 2021 zu verhindern. Bereits seit 2019 liefen die Lobbyanstrengungen von BDA (Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände), BDI (Bundesverband der Deutschen Industrie) und DIHK (Deutsche Industrie- und Handelskammertag) auf Hochtouren, um zentrale Elemente des Gesetzesentwurf zu verwässern. Vorschläge waren z.B. die Anwendungsgrenze von ab 500 Mitarbeiter:innen auf ab 5000 (das würde nur 280 Unternehmen in ganz Deutschland betreffen) heraufzusetzen und verschiedenste Zulieferländer von der Sorgfaltspflicht auszunehmen. Auch <a href="https://www.familienunternehmen-politik.de/de/positionen/eu-lieferkettenrichtlinie-stoppen" data-cke-saved-href="https://www.familienunternehmen-politik.de/de/positionen/eu-lieferkettenrichtlinie-stoppen">2024 und 2025</a> rotteten sich mehrere Lobbyverbände um die Stiftung Familienunternehmen und Politik(1) herum zusammen, um eine großangelegte Kampagne gegen das europäische Lieferkettengesetz durchzuführen.</p>
<p><a href="https://lieferkettengesetz.de/wp-content/uploads/2020/10/Initiative-Lieferkettengesetz_Briefing-Okt-2020_Falschmeldungen-Wirtschaftslobby.pdf" data-cke-saved-href="https://lieferkettengesetz.de/wp-content/uploads/2020/10/Initiative-Lieferkettengesetz_Briefing-Okt-2020_Falschmeldungen-Wirtschaftslobby.pdf">Trotz des ganzen Lobby-Arsenals</a> wurde das deutsche Lieferkettengesetz 2021 verabschiedet und trat 2023 in Kraft. Selbstverständlich hörten die Familienunternehmer und ihre Kumpanen aber nicht auf, sich für die Abschaffung der Sorgfaltspflichten einzusetzen. Als die Bundesumweltministerin 2022 während der Energiekrise das Lieferkettengesetz nicht aussetzt,<a href="https://www.familienunternehmer.eu/presse-news/pressemitteilungen/detail/ministerin-lemke-laesst-belastungsmoratorium-des-bundeskabinetts-scheitern.html" data-cke-saved-href="https://www.familienunternehmer.eu/presse-news/pressemitteilungen/detail/ministerin-lemke-laesst-belastungsmoratorium-des-bundeskabinetts-scheitern.html"> werfen die Familienunternehmer ihr Bürokratietreiberei vor</a> und stellen das Lieferkettengesetz als Sonderlast und Gefahr für die Wirtschaftlichkeit dar. Auch in die Diskussionen um das europäische Lieferkettengesetz diffamieren die Familienunternehmer den Gesetzesentwurf als &#8222;<a href="https://www.familienunternehmer.eu/vor-ort/lb-nordrhein-westfalen/presse/pressemitteilungen/detail/familienunternehmer-zur-eu-abstimmung-zum-lieferkettengesetz.html" data-cke-saved-href="https://www.familienunternehmer.eu/vor-ort/lb-nordrhein-westfalen/presse/pressemitteilungen/detail/familienunternehmer-zur-eu-abstimmung-zum-lieferkettengesetz.html">praxifernes und schädliches Ungetüm</a>&#8222;, was Europas &#8222;Wirtschaft über grauenhafte Bürokratismen in die Knie&#8220; zwingt.</p>
<p>Durch extreme Übertreibung und erpresserische Wirtschaftsunterganzgsszenarien (&#8222;<a href="https://www.focus.de/finanzen/news/unternehmen/viel-buerokratie-wenig-ertrag-haften-fuer-kinderarbeit-nahendes-lieferkettengesetz-besorgt-deutsche-unternehmen_id_180400714.html" data-cke-saved-href="https://www.focus.de/finanzen/news/unternehmen/viel-buerokratie-wenig-ertrag-haften-fuer-kinderarbeit-nahendes-lieferkettengesetz-besorgt-deutsche-unternehmen_id_180400714.html">Deutsche Mittelständler werden untergehen</a>&#8222;) versuchen sie Druck auszuüben, um die ihnen unliebsamen Pflichten zur Einhaltung grundlegender Menschenrechts-, Sozial- und Umweltsstandards in Lieferketten zu unterlaufen. Die Lüge, das Gesetz würde den deutschen Mittelstand in den Ruin treiben, lässt sich allerdings leicht entlarven: Mehrere Studien von <a href="https://op.europa.eu/en/publication-detail/-/publication/8ba0a8fd-4c83-11ea-b8b7-01aa75ed71a1/language-en" data-cke-saved-href="https://op.europa.eu/en/publication-detail/-/publication/8ba0a8fd-4c83-11ea-b8b7-01aa75ed71a1/language-en">2020</a> und <a href="https://research.handelsblatt.com/assets/uploads/Studie_BMZ_Lieferkettengesetz.pdf" data-cke-saved-href="https://research.handelsblatt.com/assets/uploads/Studie_BMZ_Lieferkettengesetz.pdf">2021</a> berechnen, dass die von den Unternehmenden zu tragenden Umsetzungskosten zwischen 0,005 und 0,6% des Gesamtumsatzes des Unternehmens liegen und damit &#8222;<em><a href="https://taz.de/Oekonom-zu-Lieferkettengesetz/!5709868/" data-cke-saved-href="https://taz.de/Oekonom-zu-Lieferkettengesetz/!5709868/">quantitativ im statistischen Rauschen untergehen</a>&#8222;, </em>wie der Wirtschafsweise Achim Truger es formuliert.</p>
</div>
<h3 id="magicdomid144" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Hauptverdächtige</b></span></h3>
<div id="magicdomid145" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">An vorderster Stellen beim Verbreiten von Unwahrheiten steht der ehemalige und die aktuelle Präsidentin des Verbands. Die Verabschiedung des Gesetzes im Bundestag (2021) sowie das Inkrafttreten (Anfang 2023) begleitete <a href="http://https://www.familienunternehmer.eu/presse-news/pressemitteilungen/detail/familienunternehmer-lieferkettengesetz-ist-ein-gut-gemeintes-aber-miserabel-verfasstes-gesetz.html" data-cke-saved-href="http://https://www.familienunternehmer.eu/presse-news/pressemitteilungen/detail/familienunternehmer-lieferkettengesetz-ist-ein-gut-gemeintes-aber-miserabel-verfasstes-gesetz.html">Reinhold von Eben-Worlée</a> mit Schmähbegriffen wie &#8222;miserabel verfasst&#8220;, als &#8222;Bürokratieflut, [in der] deutsche Mittelständler untergehen&#8220; &#8211; auch in großen Tageszeitungen wie <a href="https://www.welt.de/wirtschaft/plus242289547/Wirtschaft-Das-Lieferkettengesetz-soll-die-Welt-verbessern-und-gefaehrdet-Unternehmen.html" data-cke-saved-href="https://www.welt.de/wirtschaft/plus242289547/Wirtschaft-Das-Lieferkettengesetz-soll-die-Welt-verbessern-und-gefaehrdet-Unternehmen.html">WELT</a> und <a href="https://www.focus.de/finanzen/news/unternehmen/viel-buerokratie-wenig-ertrag-haften-fuer-kinderarbeit-nahendes-lieferkettengesetz-besorgt-deutsche-unternehmen_id_180400714.html" data-cke-saved-href="https://www.focus.de/finanzen/news/unternehmen/viel-buerokratie-wenig-ertrag-haften-fuer-kinderarbeit-nahendes-lieferkettengesetz-besorgt-deutsche-unternehmen_id_180400714.html">Focus</a>. Seine Nachfolgerin im Amt, Marie-Christine Ostermann, führte ab 2023 die Versuche, das Gesetz zu unterlaufen, im gleichen Tonus weiter: Die Rede ist von einem &#8222;Bürokratiemonster&#8220; und dem Ende des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Auch des weiterreichende Lieferkettengesetz, das 2024 auf europäischer Ebene verabschiedet wurde (die EU-Richtlinie zur unternehmerischen Sorgfaltspflicht), wird von Ostermann als <a href="https://www.familienunternehmer.eu/presse-news/pressemitteilungen/detail/familienunternehmer-zur-eu-abstimmung-zum-lieferkettengesetz.html" data-cke-saved-href="https://www.familienunternehmer.eu/presse-news/pressemitteilungen/detail/familienunternehmer-zur-eu-abstimmung-zum-lieferkettengesetz.html">&#8222;Ungetüm&#8220; und &#8222;Richtlinienmonster&#8220;</a> betitelt.</div>
<h3 id="magicdomid147" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Komplizenschaft</b></span></h3>
<div class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">
<p>Neben der bereits erwähnten Lobby-Allianz aus BDI, BDA, INSM und DIHK, zusammen mit der Stiftung Familienunternehmen und Politik, fanden die kriminellen Machenschaften der Familienunternehmer auch im CDU-nahem Wirtschaftsrat einen lautstarken Alliierten. Der Wirtschaftsrat positionierte sich bereits Anfang 2020 gegen ein solches Gesetz. Besonders aggressiv trat der Wirtschaftsweise und Mitglied der wissenschaftlichen Beirats des Wirtschaftsrats Lars Feld auf: ihm zufolge würde das Lieferkettengesetz &#8222;<a href="https://www.spiegel.de/wirtschaft/lieferkettengesetz-wirtschaftsweiser-lars-feld-befuerchtet-grossen-schaden-fuer-deutsche-wirtschaft-a-31a87fd2-eb86-4ce1-8b40-894d40717f95" data-cke-saved-href="https://www.spiegel.de/wirtschaft/lieferkettengesetz-wirtschaftsweiser-lars-feld-befuerchtet-grossen-schaden-fuer-deutsche-wirtschaft-a-31a87fd2-eb86-4ce1-8b40-894d40717f95">die Axt an das bisherige Erfolgsmodell der deutschen Wirtschaft</a>&#8220; legen.</p>
<p>Die permanente Nörgelei der Familienclans fand aber auch bei anderen politischen Strömungen durchaus Gehör: Der damalige Wirtschaftsminister Robert Habeck stellte Mitte 2024 die <a href="https://www.zeit.de/politik/deutschland/2024-06/lieferkettengesetz-deutschland-bundesregierung-aussetzung-robert-habeck" data-cke-saved-href="https://www.zeit.de/politik/deutschland/2024-06/lieferkettengesetz-deutschland-bundesregierung-aussetzung-robert-habeck">Aussetzung des Lieferkettengesetz in Aussicht</a> &#8211; eine Ankündigung, die mit einem <a href="https://www.familienunternehmer.eu/rks/nordrhein-westfalen/regionalkreis-suedwestfalen/presse/pressemitteilungen/detail/familienunternehmer-zu-haushaltseinigung-und-wachstumsturbo.html" data-cke-saved-href="https://www.familienunternehmer.eu/rks/nordrhein-westfalen/regionalkreis-suedwestfalen/presse/pressemitteilungen/detail/familienunternehmer-zu-haushaltseinigung-und-wachstumsturbo.html">Lob seitens der Familienunternehmer belohnt wurde</a>.</p>
<p>Einen starken Komplizen haben die Familienclans in Friedrich Merz. Schon als Vizepräsident des CDU-Wirtschaftsrates trat er für die Abschaffung des deutschen Gesetzes ein, auf EU-Ebene hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass das europäische Lieferkettengesetz im November 2025 nur stark verwässert beschlossen wurde (z.B. Anwendbarkeit nur bei Unternehmen mit mehr als 5000 Mitarbeitenden und 1,5 Milliarden Umsatz). Direkt bei seinem Amtsantritt forderte Merz erneut die <a href="https://www.handelsblatt.com/dpa/menschenrechte-eu-parlament-stimmt-fuer-schwaecheres-lieferkettengesetz/100184368.html" data-cke-saved-href="https://www.handelsblatt.com/dpa/menschenrechte-eu-parlament-stimmt-fuer-schwaecheres-lieferkettengesetz/100184368.html">komplette Abschaffung</a> und feiert die Abschwächung jetzt als &#8222;<a href="https://www.zeit.de/wirtschaft/2025-12/eu-lieferkettengesetz-abgeschwaecht-reaktion-friedrich-merz-gxe" data-cke-saved-href="https://www.zeit.de/wirtschaft/2025-12/eu-lieferkettengesetz-abgeschwaecht-reaktion-friedrich-merz-gxe">großen Erfolg</a>&#8222;. Vor allem ist die Abstimmung ein großer Erfolg für die extreme Rechte, auf <a href="https://www.zdfheute.de/politik/ausland/eu-parlament-lieferkettengesetz-brandmauer-100.html" data-cke-saved-href="https://www.zdfheute.de/politik/ausland/eu-parlament-lieferkettengesetz-brandmauer-100.html">deren Stimmen die konservative Parlamentsfraktion angewiesen war,</a> um die Verwässerung beschließen zu können.</p>
</div>
<h3 id="magicdomid150" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Urteil</b></span></h3>
<div id="magicdomid151" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">
<p>Schuldig.</p>
<p>Auch wenn die Strategie der Familienclans letztlich nicht komplett aufging, die Gesetze auf deutscher und EU-Ebene zu verhindern, hat ihr Lobbyapparat es geschafft, die Gesetze zu verwässern und zu verzögern. Die Beweislast für die versuchte Unterwanderung und geglückte Verwässerung von Umwelt-, Sozial- und Menschenrechtsstandards ist erdrückend.</p>
</div>
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		<title>Lohn und Arbeit</title>
		<link>https://familienclans.org/ermittlungsakte/lohn-und-arbeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2023 16:17:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Verbrechen Ausbeutung, Unterschlagung Opfer/Schaden Opfer sind die Menschen, die für ihr Geld wirklich arbeiten müssen. Ihnen wird das Recht auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag verwehrt. Aber auch in Sachen Mindestlohn und Lohngleichheit (zum Beispiel zwischen Männern und Frauen) oder in der Debatte um ein Recht auf Siesta bei Hitzewellen setzen sich die Familienunternehmer gegen jede Verbesserung ein. Tathergang Mehr Sicherheit bei der Arbeit – dazu gab es 2014 einen Gesetzentwurf. Doch der Verband der Familienunternehmer lieferte fleißig Argumente, um auf eine Ablehnung des Gesetzentwurfes hinzuwirken. Mit Erfolg. Der Verband brachte eine umstrittene Statistik hervor, um den Eindruck zu erzeugen, dass Angestellte kein Recht auf unbefristete Verträge hätten. Politiker wie Carsten Linnemann (CDU) verwiesen später im Bundestag auf diese Statistik und übernahmen weitere Argumentationsmuster der Familienunternehmer. Auch Heinrich L. Kolb (FDP) war unter den Abgeordneten, die diese Argumentationskette übernahmen. Selbstverständlich setzen die Familienunternehmer sich schon seit 2015 auch gegen die Einführung des Mindestlohns von (damals) 8,50 Euro ein. Ihre Position hat sich seitdem nicht geändert, so sagte der dem Verband verbundene FDPler Bijan Djir-Sarai kürzlich, es sei &#8222;falsch und ein großer Fehler&#8220;, wenn die Politik sich in die Festlegung der Löhne einmischen würde. Als „Eingriff in die Vertragsfreiheit“ kritisierten die Familienunternehmer ein</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3 id="magicdomid133" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Verbrechen</b></span></h3>
<div id="magicdomid134" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="">Ausbeutung, Unterschlagung</span></div>
<h3 id="magicdomid136" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Opfer/Schaden</b></span></h3>
<div id="magicdomid137" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="">Opfer sind die Menschen, die für ihr Geld wirklich arbeiten müssen. Ihnen wird das Recht auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag verwehrt. Aber auch in Sachen Mindestlohn und Lohngleichheit (zum Beispiel zwischen Männern und Frauen) oder in der Debatte um ein Recht auf Siesta bei Hitzewellen setzen sich die Familienunternehmer gegen jede Verbesserung ein.</span></div>
<h3 id="magicdomid139" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Tathergang</b></span></h3>
<div id="magicdomid140" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="">Mehr Sicherheit bei der Arbeit – dazu gab es 2014 einen Gesetzentwurf. Doch der Verband der Familienunternehmer lieferte fleißig Argumente, um auf eine Ablehnung des Gesetzentwurfes hinzuwirken. Mit Erfolg. Der Verband brachte eine umstrittene Statistik hervor, um den Eindruck zu erzeugen, dass Angestellte kein Recht auf unbefristete Verträge hätten. Politiker wie Carsten Linnemann (CDU) <a href="https://dserver.bundestag.de/btp/18/18003.pdf#P.191" target="_blank" rel="noopener">verwiesen später im Bundestag auf diese Statistik und übernahmen weitere Argumentationsmuster der Familienunternehmer</a>. Auch Heinrich L. Kolb (FDP) war unter den Abgeordneten, <a href="https://dserver.bundestag.de/btp/17/17046.pdf#P.4692" target="_blank" rel="noopener">die diese Argumentationskette übernahmen</a>.</span></div>
<div id="magicdomid141" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"></div>
<div id="magicdomid142" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="">Selbstverständlich setzen die Familienunternehmer sich schon seit 2015 auch gegen die Einführung des Mindestlohns von (damals) 8,50 Euro ein. Ihre Position hat sich seitdem nicht geändert, so sagte der dem Verband verbundene FDPler Bijan Djir-Sarai kürzlich, es sei <a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/mindestlohn-spd-100.html">&#8222;falsch und ein großer Fehler&#8220;</a>, wenn die Politik sich in die Festlegung der Löhne einmischen würde. Als <a href="https://www.familienunternehmer.eu/presse-news/pressemitteilungen/detail/article/familienunternehmer-zum-urteil-des-bundesarbeitsgerichts.html">„Eingriff in die Vertragsfreiheit“</a> kritisierten die Familienunternehmer ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts, bei dem es um die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern ging. Das Gericht hatte sich dagegen ausgesprochen, dass unterschiedliche Löhne für Männer und Frauen durch ihr Verhandlungsgeschick zu begründen seien. Auch Arbeitsschutz wird dem Profit untergeordnet: Der Verband ist z.B. <a href="https://www.deutschlandfunk.de/ablehnung-von-familienunternehmern-unter-verweis-auf-vertrauensarbeits-und-gleitzeit-100.html">gegen eine „Hitze-Siesta“</a>.</span></div>
<h3 id="magicdomid144" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Hauptverdächtige</b></span></h3>
<div id="magicdomid145" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="">René Bohn, der bei den Familienunternehmern die Abteilung &#8222;Arbeitsmarkt und soziale Sicherung&#8220; leitet, ist Mitverfasser des <a href="https://www.familienunternehmer.eu/fileadmin/familienunternehmer/publikationen/stellungnahmen/2014/familienunternehmen_stellungnahme_ge_linke_befristete_beschaeftigung.pdf">Positionspapiers zu befristeten Arbeitsverhältnissen</a>. Darüber spricht er sich <a href="https://www.deutschlandfunk.de/frauenquote-in-vorstaenden-70-prozent-der-unternehmen-100.html" target="_blank" rel="noopener">gegen eine Frauenquote in Aufsichtsräten</a> aus und <a href="https://de.ecovis.com/betriebliche-mitbestimmung-einschraenkung-der-unternehmerischen-freiheit/" target="_blank" rel="noopener">setzt sich gegen Betriebsräte ein</a>.</span></div>
<h3 id="magicdomid147" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Komplizenschaft</b></span></h3>
<div class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="">Ein enger Verbündeter für die Familienunternehmer in diesen Fragen ist der CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann, der gern gesehener Gast des Verbands ist, ob beim <a href="https://www.familienunternehmer.eu/rks/nordrhein-westfalen/regionalkreis-metropolregion-koeln-bonn/rueckblicke/rueckblick/koelner-polit-talk.html" target="_blank" rel="noopener">Polit-Talk</a> oder <a href="https://www.familienunternehmer.eu/veranstaltungen/veranstaltung/sommerfest-mit-carsten-linnemann.html" target="_blank" rel="noopener">Sommerfest</a>. Zu seiner Ernennung als Generalsekretär sagte Marie-Christine Ostermann, Präsidentin der Familienunternehmer: <a href="https://www.familienunternehmer.eu/presse-news/pressemitteilungen/detail/article/familienunternehmer-zur-cdu-personalie-linnemann.html" target="_blank" rel="noopener">„Unter Familienunternehmern hat Carsten Linnemann einen exzellenten Ruf“</a>. In einer Videobotschaft zum 70-jährigen Bestehen wünscht Linnemann den Familienunternehmern <a href="https://www.youtube.com/watch?v=U3eK5-B9P1Y" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Durchsetzungsfähigkeit&#8220;</a>. Komplize ist auch der FDP-Politiker Heinrich Kolb, der nebenbei im Beirat der Familienunternehmer sitzt.</span></div>
<h3 id="magicdomid150" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Urteil</b></span></h3>
<div id="magicdomid151" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="">Schuldig. Der Verband der Familienunternehmer beteiligt sich aktiv daran, Angestellte in Armut zu drängen, indem er gegen fair bezahlte und sichere Arbeitsplätze vorgeht.</span></div>
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		<title>Klimazerstörung</title>
		<link>https://familienclans.org/ermittlungsakte/klimazerstoerung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2023 15:40:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Verbrechen Ökozid Opfer/Schaden Planet Erde und die Menschheit. Das 1,5-Grad-Ziel wird laut Weltklimarat verfehlt, wenn nicht bald „drastische Schritte“ eingeleitet werden, um das Klima zu schützen. Bei der aktuellen Erderwärmung wird die 1,5-Grad-Grenze bereits zwischen 2030 und 2035 erreicht sein – mit dabei waren, yours truly: der Verband der Familienunternehmer. Überschwemmungen, Waldbrände, Dürren und daraus entstehende Lebensmittelkrisen sind leider nur der Anfang einer großen Katastrophe. Diese zu verhindern, oder auch nur einzuhegen, ist den Konzernen dieser Welt nicht lukrativ genug war. Tathergang Maßnahmen für Klimaschutz verunglimpfen die Familienunternehmer als „Planwirtschaft“ oder nennen die Debatte „hysterisch“. Vor der Bundestagswahl 2021 planten die Familienunternehmer eine „anti-grün-rot-rote“ Kampagne mit der Strategie, Klimapolitik „als Kostentreiber zu brandmarken“. Auch vor der Bundestagswahl 2025 diskreditierten die Familienunternehmer jegliche Vorhaben zu staatlicher Intervention in Emissions- und Energiemärkte als Verfälschung marktwirtschaftlicher Erfolge. Bei jeder Gelegenheit verbreiten sie den Mythos, dass Unternehmen &#8211; hätten sie nur genug Handlungsfreiheit &#8211; freiwillig und &#8222;innovativ Klimaschutz betreiben&#8220; würden, allen bisher veröffentlichten Studien zum Trotz, die klar aufzeigen, dass unternehmerische Freiwilligkeit beim Klimaschutz spektakulär scheitert. Eine Schlüsselrolle hat dabei der FDPler Frank Schäffler, der sich früher selbst als Klimaskeptiker bezeichnete und im strategischen Beirat der Familienunternehmer sitzt. Er hat das Gebäudeenergiegesetz mit verhindert, indem er seine Partei entsprechend auf Kurs brachte,</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://familienclans.org/ermittlungsakte/klimazerstoerung/">Klimazerstörung</a> erschien zuerst auf <a href="https://familienclans.org">Familienclans - unter Beobachtung</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3 id="magicdomid87" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Verbrechen</b></span></h3>
<div class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="">Ökozid</span></div>
<h3 id="magicdomid89" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Opfer/Schaden</b></span></h3>
<div class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">Planet Erde und die Menschheit. Das 1,5-Grad-Ziel wird laut Weltklimarat verfehlt, wenn nicht bald <a href="https://www.tagesspiegel.de/wissen/bericht-des-weltklimarats-15-grad-ziel-wird-ohne-drastische-schritte-verfehlt-9531167.html" data-cke-saved-href="https://www.tagesspiegel.de/wissen/bericht-des-weltklimarats-15-grad-ziel-wird-ohne-drastische-schritte-verfehlt-9531167.html">„drastische Schritte“</a> eingeleitet werden, um das Klima zu schützen. Bei der aktuellen Erderwärmung wird die 1,5-Grad-Grenze bereits zwischen 2030 und 2035 erreicht sein – mit dabei waren, yours truly: der Verband der Familienunternehmer. Überschwemmungen, Waldbrände, Dürren und daraus entstehende Lebensmittelkrisen sind leider nur der Anfang einer großen Katastrophe. Diese zu verhindern, oder auch nur einzuhegen, ist den Konzernen dieser Welt nicht lukrativ genug war.</div>
<h3 id="magicdomid92" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Tathergang</b></span></h3>
<div id="magicdomid94" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">
<p>Maßnahmen für Klimaschutz verunglimpfen die Familienunternehmer als <a href="https://www.zeit.de/green/2023-03/die-familienunternehmer-energiewende-rechtsform-verantwortungseigentum" data-cke-saved-href="https://www.zeit.de/green/2023-03/die-familienunternehmer-energiewende-rechtsform-verantwortungseigentum">„Planwirtschaft“</a> oder nennen die Debatte <a href="https://www.ulrike-ackermann.de/2019/09/10/warum-wir-anders-ueber-den-klimaschutz-reden-sollten/" data-cke-saved-href="https://www.ulrike-ackermann.de/2019/09/10/warum-wir-anders-ueber-den-klimaschutz-reden-sollten/">„hysterisch“</a>. Vor der Bundestagswahl 2021 planten die Familienunternehmer eine „anti-grün-rot-rote“ Kampagne mit der Strategie, Klimapolitik <a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/recherchen/lobbyismus/die-lobbymacht-der-familienunternehmer" target="_blank" rel="noopener" data-cke-saved-href="https://www.abgeordnetenwatch.de/recherchen/lobbyismus/die-lobbymacht-der-familienunternehmer">„als Kostentreiber zu brandmarken“</a>. Auch <a href="https://www.familienunternehmer.eu/fileadmin/familienunternehmer/aktionen/wirtschaftskompetenz_waehlen/dateien/FamU_Wahlprogramme.pdf" data-cke-saved-href="https://www.familienunternehmer.eu/fileadmin/familienunternehmer/aktionen/wirtschaftskompetenz_waehlen/dateien/FamU_Wahlprogramme.pdf">vor der Bundestagswahl 2025</a> diskreditierten die Familienunternehmer jegliche Vorhaben zu staatlicher Intervention in Emissions- und Energiemärkte als Verfälschung marktwirtschaftlicher Erfolge. Bei jeder Gelegenheit verbreiten sie den Mythos, dass Unternehmen &#8211; hätten sie nur genug Handlungsfreiheit &#8211; freiwillig und &#8222;<a href="https://www.familienunternehmer.eu/positionen/energiepolitik.html" data-cke-saved-href="https://www.familienunternehmer.eu/positionen/energiepolitik.html">innovativ Klimaschutz betreiben</a>&#8220; würden, allen bisher veröffentlichten Studien zum Trotz, die klar aufzeigen, dass unternehmerische Freiwilligkeit beim Klimaschutz spektakulär scheitert.</p>
<p>Eine Schlüsselrolle hat dabei der FDPler Frank Schäffler, der sich früher selbst als Klimaskeptiker bezeichnete und im strategischen Beirat der Familienunternehmer sitzt. Er hat das Gebäudeenergiegesetz mit verhindert, indem er <a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/fdp-bundesparteitag-heizungsgesetz-ampel-koalition-1.5815358" data-cke-saved-href="https://www.sueddeutsche.de/politik/fdp-bundesparteitag-heizungsgesetz-ampel-koalition-1.5815358">seine Partei entsprechend auf Kurs brachte</a>, bis diese sich wiederum in der Ampelkoalition durchsetzte. Schäffler nennt das GEG wahlweise „Heizungsverbotsgesetz“ oder „ökonomische[n] Unsinn“ – nicht etwa, weil es an sozialem Ausgleich fehle, sondern einzig, um Konzerninteressen zu verteidigen.</p>
<p>Auch gegen das Erneuerbare-Energie-Gesetz <a href="https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Downloads/Stellungnahmen/Stellungnahmen-EEG21/familienunternehmer.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=4" target="_blank" rel="noopener" data-cke-saved-href="https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Downloads/Stellungnahmen/Stellungnahmen-EEG21/familienunternehmer.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=4">gingen die Familienunternehmer vehement vor</a>. Kurz: Bei der kleinsten Bewegung der Bundesregierung in Richtung Klima- und Umweltschutz schießt der Verband der Familienunternehmer mit einem medialen Dauerfeuer dagegen. Investitionszuschüsse für den Einsatz CO₂-armer Technologien sind für Ex-Verbandspräsident Worlée <a href="https://www.familienunternehmer.eu/presse-news/aktuelle-themen/magazin/492022-klimaschutz-geht-nicht-mit-planwirtschaft/backto/3841/action/detail/d.html?cHash=5204fc09f81aac8634fb629757a2e45e" target="_blank" rel="noopener" data-cke-saved-href="https://www.familienunternehmer.eu/presse-news/aktuelle-themen/magazin/492022-klimaschutz-geht-nicht-mit-planwirtschaft/backto/3841/action/detail/d.html?cHash=5204fc09f81aac8634fb629757a2e45e">„planwirtschaftliche Klientelpolitik à la UdSSR“</a>, Verbrennermotoren hingegen bezeichnet er als eine <a href="https://www.familienunternehmer.eu/rks/thueringen/regionalkreis-ostthueringen/presse/pressemitteilungen/detail/article/familienunternehmer-nein-zur-ausweitung-des-emissionshandels-ist-klimaschaedlich.html" data-cke-saved-href="https://www.familienunternehmer.eu/rks/thueringen/regionalkreis-ostthueringen/presse/pressemitteilungen/detail/article/familienunternehmer-nein-zur-ausweitung-des-emissionshandels-ist-klimaschaedlich.html">„bewährte Technologie“</a>. Die Familienunternehmer setzen sich <a href="https://www.familienunternehmer.eu/fileadmin/familienunternehmer/aktionen/energie/221012_FamU_Forderungspapier_Energiekrisenbewaeltigung_neu.pdf" data-cke-saved-href="https://www.familienunternehmer.eu/fileadmin/familienunternehmer/aktionen/energie/221012_FamU_Forderungspapier_Energiekrisenbewaeltigung_neu.pdf">für Kohle- und Atomenergie</a> ein und werfen der EU vor, mit Klimaschutzmaßnahmen <a href="https://www.familienunternehmen.de/fokus/beitrag-der-familienunternehmen-fuer-gesellschaft-und-staat/familienunternehmen-und-klimaschutz" target="_blank" rel="noopener" data-cke-saved-href="https://www.familienunternehmen.de/fokus/beitrag-der-familienunternehmen-fuer-gesellschaft-und-staat/familienunternehmen-und-klimaschutz">gegen die Demokratie zu verstoßen</a>.</p>
</div>
<h3 id="magicdomid101" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Hauptverdächtiger</b></span></h3>
<div id="magicdomid102" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">Frank Schäffler, bis 2025 noch FDP-Bundestagsabgeordneter, ist Mitglied im „Strategischen Beirat“ der Familienunternehmer. Obwohl er seine Selbstbezeichnung als <a href="https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastbeitrag-zum-klimawandel-mein-licht-brennt-bis-es-wieder-hell-wird/9778084.html" target="_blank" rel="noopener" data-cke-saved-href="https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastbeitrag-zum-klimawandel-mein-licht-brennt-bis-es-wieder-hell-wird/9778084.html">„Klimaskeptiker“</a> mittlerweile widerrufen hat, kann von intellektuellem Fassungsvermögen keine Rede sein. Schäffler räumt zwar inzwischen einen Klimawandel ein, obwohl es sich längst um eine Klimakatastrophe handelt, leugnet aber, dass die Veränderungen menschengemacht sind und spricht sich auch <a href="https://lobbypedia.de/wiki/Frank_Sch%C3%A4ffler" target="_blank" rel="noopener" data-cke-saved-href="https://lobbypedia.de/wiki/Frank_Sch%C3%A4ffler">weiterhin gegen Klimaschutzmaßnahmen</a> aus. Eine Schuldminderung wegen Unzurechnungsfähigkeit ist unserer Auffassung nach ausgeschlossen. Schäfflers gleichzeitiges Agieren als Beirat der Familienunternehmer und als Abgeordneter im Bundestag bis 2025 macht ihn zu einem der Hauptverdächtigen.</div>
<h3 id="magicdomid104" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Komplizenschaft</b></span></h3>
<div id="magicdomid105" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">
<p>Die ehemaligen Minister Christian Lindner (FDP) und Robert Habeck (Grüne): Während Lindners Parteiprogramm von Anfang an mit den Vorstellungen der Familienunternehmer übereinstimmte, ließ Habeck sich von den Lobbyisten dorthin treiben, wo es ihnen eben passt. So verhinderte der ehemalige Wirtschaftsminister nicht <a href="https://www.blaetter.de/ausgabe/2022/juli/gegen-die-fdp-bremser-energiewende-jetzt" data-cke-saved-href="https://www.blaetter.de/ausgabe/2022/juli/gegen-die-fdp-bremser-energiewende-jetzt">die verlängerte Laufzeit von Kohlekraftwerken oder die Einführung von hoch schädlichen LNG-Terminals</a> etwa auf Rügen: Hier wurde Politik gemacht, die vor allem der Industrie dient, die günstiges Gas verlangt.</p>
<p>Lobbykanzler Friedrich Merz (CDU) und Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU): Auch in der aktuellen Bundesregierung unter Lobbykanzler und Ex-BlackRock-Aufsichtsrat Friedrich Merz wird die Energiewende ausgebremst &#8211; <a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/friedrich-merz-deutet-langsameres-tempo-beim-ausbau-erneuerbarer-energien-an-a-1066165e-91fc-4004-881c-e10e3241afd7" data-cke-saved-href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/friedrich-merz-deutet-langsameres-tempo-beim-ausbau-erneuerbarer-energien-an-a-1066165e-91fc-4004-881c-e10e3241afd7">mit Ansage</a>. Zusammen mit Reiche möchte er <a href="https://www.merkur.de/wirtschaft/merz-regierung-startet-gaskraftwerks-offensive-stromversorgung-bis-2031-im-umbruch-zr-94037165.html" data-cke-saved-href="https://www.merkur.de/wirtschaft/merz-regierung-startet-gaskraftwerks-offensive-stromversorgung-bis-2031-im-umbruch-zr-94037165.html">neue Gaskraftwerke</a> bauen, die natürlich auch &#8222;H2-ready&#8220; sein sollen.</p>
<p>Die Stiftung Familienunternehmen: Sie ist den Familienunternehmern zum Verwechseln ähnlich, nicht nur wegen ihres Namens, sondern auch wegen ihrer <a href="https://presseportal.greenpeace.de/254677-greenpeace-recherche-wie-die-machtige-stiftung-familienunternehmen-klimaschutz-und-steuergerechtigkeit-verhindert/" data-cke-saved-href="https://presseportal.greenpeace.de/254677-greenpeace-recherche-wie-die-machtige-stiftung-familienunternehmen-klimaschutz-und-steuergerechtigkeit-verhindert/">Lobbyarbeit gegen Klimaschutz</a>. Klima- und Umweltschutzvorgaben für Unternehmen werden blockiert, um die Profite ihrer Mitglieder &#8211; <a href="https://www.greenpeace.de/publikationen/Recherche_Stiftung_Familienunternehmen.pdf" data-cke-saved-href="https://www.greenpeace.de/publikationen/Recherche_Stiftung_Familienunternehmen.pdf">vor allem Großkonzerne und Unternehmen in klimaschädlichen Wirtschaftszweigen</a> &#8211; zu maximieren, während die Klimazerstörung weiter vorangetrieben wird.</p>
</div>
<h3 id="magicdomid107" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Urteil</b></span></h3>
<div id="magicdomid108" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">
<p>Schuldig.</p>
<p>Erneut greifen die Familienunternehmer zum Mittel der Verbreitung irreführender Informationen und setzen Profitinteressen gegen die Interessen der Mehrheit durch. Die Klimakatastrophe wurde und wird zwar von mehr als ein paar deutschen Hanseln verursacht – als einflussreiche Lobbyisten in einem der reichsten Länder der Welt haben sie jedoch eine herausragende Verantwortung. Und: Die Täter handelten nicht allein. Bemerkenswert sind ihre zahlreichen und mächtigen Kompliz*innen in Wirtschaftund Politik.</p>
</div>
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		<title>Vermögenssteuer</title>
		<link>https://familienclans.org/ermittlungsakte/vermoegenssteuer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2023 15:35:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Vor der Bundestagswahl 2021 planten die Familienunternehmer mehrere Kampagnen mit einer namhaften PR-Firma, so steht es in einem Protokoll. Deren Ziel sollte sein, dem positiv belegten Begriff &#8222;Vermögenssteuer&#8220; eine &#8222;gezielte Umbenennung in &#8218;Mittelstands- &#8218; oder &#8218;Exportnationssteuer'&#8220; entgegenzusetzen. Das Ganze sollte schließlich mit einer &#8222;Anti-grün-rot-roten Kampagne unterfüttert&#8220; werden. Verbrechen Betrug &#38; Diebstahl Opfer/ Schaden Weil Reiche nichts von ihrem riesigen Vermögen abgeben wollen, das sie geerbt oder andere für sie erarbeitet haben, fehlen der Gesellschaft pro Jahr rund 20 Milliarden Euro an Steuereinnahmen. Damit könnte der Staat in Kitas, Schulen und Krankenhäuser investieren, Pflegepersonal angemessen entlohnen, kostenlosen ÖPNV anbieten und bezahlbares Wohnen möglich machen.  Die aktuelle Ungleichheit von Vermögen und Ressourcen schadet der Demokratie – denn Vermögen bedeutet auch Macht und Einfluss. Das zeigt sich etwa an der Forderung nach einer Vermögenssteuer selbst: Mehr als drei Viertel der Erwachsenen in Deutschland wünscht sich eine solche Steuer, doch die Lobbyarbeit der Familienunternehmer war bisher stärker als diese Mehrheit der Bevölkerung. Damit ist auch der zutiefst undemokratische Kern des Lobbyverbands ersichtlich.  Das Fehlen einer Vermögenssteuer fördert soziale Ungleichheit und verhindert notwendige Maßnahmen zur Armutsbekämpfung. Tathergang Als die Grünen im Bundestagswahlkampf 2013 eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer forderten, organisierte der Familienunternehmer-Hauptgeschäftsführer Albrecht von der Hagen</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="magicdomid46" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="">Vor der Bundestagswahl 2021 planten die Familienunternehmer mehrere Kampagnen mit einer namhaften PR-Firma, so steht es in einem Protokoll. Deren Ziel sollte sein, dem positiv belegten Begriff &#8222;Vermögenssteuer&#8220; eine <a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/recherchen/lobbyismus/die-lobbymacht-der-familienunternehmer">&#8222;gezielte Umbenennung in &#8218;Mittelstands- &#8218; oder &#8218;Exportnationssteuer'&#8220;</a> entgegenzusetzen. Das Ganze sollte schließlich mit einer &#8222;Anti-grün-rot-roten Kampagne unterfüttert&#8220; werden.</span></div>
<h3 id="magicdomid48" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Verbrechen</b></span></h3>
<div class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="">Betrug &amp; Diebstahl</span></div>
<h3 id="magicdomid50" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Opfer/ Schaden</b></span></h3>
<div id="magicdomid345" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="">Weil Reiche nichts von ihrem riesigen Vermögen abgeben wollen, das sie geerbt oder andere für sie erarbeitet haben, fehlen der Gesellschaft <a href="https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.525371.de/16-4.pdf" target="_blank" rel="noopener">pro Jahr rund 20 Milliarden Euro an Steuereinnahmen</a>. Damit könnte der Staat in Kitas, Schulen und Krankenhäuser investieren, Pflegepersonal angemessen entlohnen, kostenlosen ÖPNV anbieten und bezahlbares Wohnen möglich machen. </span></div>
<div id="magicdomid52" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="">Die aktuelle Ungleichheit von Vermögen und Ressourcen schadet der Demokratie – denn Vermögen bedeutet auch Macht und Einfluss. Das zeigt sich etwa an der Forderung nach einer Vermögenssteuer selbst: Mehr als drei Viertel der Erwachsenen in Deutschland <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/studie-zu-gerechtigkeit-die-mehrheit-der-deutschen-wuenscht-sich-eine-vermoegensteuer-fuer-reiche/28670842.html" target="_blank" rel="noopener">wünscht sich eine solche Steuer</a>, doch die Lobbyarbeit der Familienunternehmer war bisher stärker als diese Mehrheit der Bevölkerung. Damit ist auch der zutiefst undemokratische Kern des Lobbyverbands ersichtlich. </span></div>
<div id="magicdomid53" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="">Das Fehlen einer Vermögenssteuer fördert soziale Ungleichheit und verhindert notwendige Maßnahmen zur Armutsbekämpfung.</span></div>
<h3 id="magicdomid55" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Tathergang</b></span></h3>
<div id="magicdomid56" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="">Als die Grünen im Bundestagswahlkampf 2013 eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer forderten, organisierte der Familienunternehmer-Hauptgeschäftsführer Albrecht von der Hagen eine Kampagne. Die richtete sich nicht nur an alle Direktkandidat*innen in den Wahlkreisen, sondern auch an sämtliche Sportvereine und Kulturinstitutionen, wie Theater oder Musikschulen. Die Familienunternehmer verbreiteten die Falschinformation, dass diese Institutionen bei der Einführung einer Vermögenssteuer weniger Geld bekämen. Von der Hagen umschrieb das im Interview mit dem Manager Magazin wie folgt: <a href="https://lobbypedia.de/wiki/Die_Familienunternehmer_-_ASU" target="_blank" rel="noopener">„Wir haben ihnen erklärt, was es für sie bedeutet, wenn eine Vermögenssteuer den Familienunternehmen die Substanz raubt und dann nichts mehr für Spenden bleibt. Das hat gezündet“</a>. Hier wird offensichtlich, wie Angst geschürt und manipuliert wird. Das hat den Charakter von Erpressung.</span></div>
<div id="magicdomid57" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="">2021 führten die Familienunternehmer die Kampagne fort. Im Wahlkampf machte der Verband erneut Stimmung gegen die Vermögenssteuer. Zu den Instrumenten gehören nach Einschätzung von LobbyControl irreführende Aussagen und manipulative Umfragen. In Zeitungsanzeigen drohten die Familienunternehmer, dass nach Einführung der Vermögenssteuer regionale Vereine nicht länger finanziell unterstützt würden.</span></div>
<div class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="">Unterstützt wurde die Kampagne von weiteren Verbänden wie &#8222;Deutsche Stiftung Eigentum&#8220;, &#8222;Haus und Grund&#8220;, &#8222;Bundesverband deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften&#8220;, &#8222;Gesamtmetall&#8220;, &#8222;Verband der Rauchtabakindustrie&#8220;, dem &#8222;Zentralen Immobilienausschuss&#8220; sowie der &#8222;Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft für Wirtschaft und Wissenschaft&#8220;. </span></div>
<h3 id="magicdomid60" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Hauptverdächtige</b></span></h3>
<div id="magicdomid349" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="">Albrecht von der Hagen, </span><span class="author-a-z90zz77z6uuz122z8qvqz76zunz88z8m">ehemaliger </span><span class="">Hauptgeschäftsführer und Mitglied des Bundesvorstands, der die <a href="https://www.vermoegensteuer-trifft-alle.de/" target="_blank" rel="noopener">manipulative Kampagne</a> gegen die Vermögenssteuer organisierte, in Zusammenarbeit mit Lutz Göbel, Präsident der Familienunternehmer von 2011 bis 2017. <a href="https://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/familienunternehmer/neuer-verbandschef-reinhold-von-eben-worlee-stiller-diplomat-fuer-deutschlands-familienunternehmen/19821432.html" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Als seinen größten Erfolg verbucht Goebel seine Kampagne gegen die Vermögenssteuer&#8220;</a>, weiß das Handelsblatt. </span></div>
<div spellcheck="true" aria-live="assertive"></div>
<div id="magicdomid63" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="">Reinhold Eben-Worlée, Präsident der Familienunternehmer von 2017 bis 2023, führte das Werk fort. Er &#8222;fürchtete&#8220; laut einem internen Papier, dass die <a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/recherchen/lobbyismus/die-lobbymacht-der-familienunternehmer">&#8222;Gerechtigkeitsdebatte&#8220;</a> wieder Fahrt aufnehmen könnte. Grund dafür waren Berichte von OECD und IWF, dass die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland immer weiter auseinandergehe – unter anderem auch, weil sich der Reichtum des Landes in den Händen einiger weniger konzentriere. Der Verband beschloss, ein &#8222;Gegengutachten&#8220; in Auftrag zu geben und ein <a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/recherchen/lobbyismus/die-lobbymacht-der-familienunternehmer">&#8222;Unternehmer-Gesicht in einschlägigen Diskussionen zu positionieren&#8220;</a>. </span></div>
<h3 id="magicdomid66" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Komplizenschaft</b></span></h3>
<div id="magicdomid351" class="ace-line" aria-live="assertive"><span class="">Der FDP-Fraktionsvorsitzende Christoph Meyer und der FDP-Finanzminister Christian Lindner übernehmen die Schein-Argumentation der Familienunternehmer, dass eine Vermögenssteuer den &#8222;Mittelstand&#8220; treffen würde. Sie und andere FDPler <a href="https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/vermoegensteuer-fdp-und-oekonomen-warnen-vor-umverteilungsplaenen-der-spd/28793436.html" target="_blank" rel="noopener">verhinderten 2022</a> den Vorstoß der SPD, eine Vermögenssteuer wieder einzuführen.<br />
</span></div>
<h3 id="magicdomid71" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Urteil</b></span></h3>
<div id="magicdomid72" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="">Schuldig. Durch unlautere Verbreitung von Falschinformationen wird Stimmung gegen die Vermögenssteuer gemacht, außerdem werden Kultureinrichtungen und Vereine eingeschüchtert und manipuliert. Die tatsächliche Verhinderung der Vermögenssteuer jedoch erfüllt den Tatbestand des schweren Diebstahls, denn die Gesellschaft wird jährlich um 10 bis 20 Milliarden Euro gebracht.</span></div>
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		<title>Erbschaftssteuer</title>
		<link>https://familienclans.org/ermittlungsakte/erbschaftssteuer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2023 10:55:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Verbrechen Diebstahl &#38; Steuerhinterziehung Opfer/ Schaden Erbschaft spaltet das Land: Die Hälfte erbt Schulden oder nichts, sehr wenige dagegen riesige Vermögen. Die Ausnahmen bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer sind die größte aller Steuersubventionen in Deutschland. Von rund 400 Milliarden Euro, die jährlich an Nachkommen weitergereicht werden, landen nur etwa 10 Milliarden beim Staat – selbst die Tabaksteuer bringt mehr. Der Witz: Je mehr jemand erbt, desto weniger Steuern muss er/sie zahlen. Wer 300.000 Euro erbt, zahlt etwa 10 Prozent Steuern darauf, wer 100 Millionen Euro oder mehr erbt, zahlt darauf im Schnitt nur 0,2 Prozent. 9 von 10 Erb*innen von Unternehmen zahlen durch allerlei Ausnahmen gar keine Steuern. Dass das verfassungswidrig ist, hat das Bundesverfassungsgericht wiederholt festgestellt. Dennoch besteht diese Ungerechtigkeit seit Jahren fort – und führt zu jährlichen Steuergeldverlusten von mindestens 10 Milliarden Euro.  Die extreme Ungleichheit bei Vermögen wird durch nichts so sehr verfestigt und verschärft wie durch die Nicht-Besteuerung von Erbschaften. Schon jetzt haben die reichsten 1 Prozent ein Drittel des Gesamtvermögens, während die ärmere Hälfte der Bevölkerung fast nichts besitzt. Tathergang Durch umfangreiches Lobbying gelang es den Familienunternehmern, bei der Erbschaftssteuerreform 2008 betriebliches Erbe von der Erbschaftssteuer weitgehend auszunehmen. Für den Spiegel war das „der größte</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3><b>Verbrechen</b></h3>
<p><span class="">Diebstahl &amp; Steuerhinterziehung</span></p>
<h3><span class="b"><b>Opfer/ Schaden</b></span></h3>
<div id="magicdomid22" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">
<div>Erbschaft spaltet das Land: Die Hälfte erbt Schulden oder nichts, sehr wenige dagegen riesige Vermögen. Die Ausnahmen bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer sind die größte aller Steuersubventionen in Deutschland. Von <a href="http://www.diw.de/de/diw_01.c.560993.de/in_deutschland_werden_zwischen_2012_und_2027_bis_zu_400_milliarden_euro_pro_jahr_verschenkt_und_vererbt_werden_gut_ein_viertel_mehr_als_bisher_angenommen.html" data-cke-saved-href="https://www.diw.de/de/diw_01.c.560993.de/in_deutschland_werden_zwischen_2012_und_2027_bis_zu_400_milliarden_euro_pro_jahr_verschenkt_und_vererbt_werden_gut_ein_viertel_mehr_als_bisher_angenommen.html">rund 400 Milliarden</a> Euro, die jährlich an Nachkommen weitergereicht werden, landen nur etwa <a href="http://www.tagesschau.de/inland/erbschaftssteuer-schenkungssteuer-100.html" data-cke-saved-href="https://www.tagesschau.de/inland/erbschaftssteuer-schenkungssteuer-100.html">10 Milliarden</a> beim Staat – selbst die Tabaksteuer bringt mehr. Der Witz: Je mehr jemand erbt, desto weniger Steuern muss er/sie zahlen. Wer 300.000 Euro erbt, zahlt etwa 10 Prozent Steuern darauf, wer 100 Millionen Euro oder mehr erbt, zahlt darauf im Schnitt <a href="http://www.n-tv.de/politik/Grosse-Erbschaften-werden-kaum-besteuert-article21431252.html" target="_blank" rel="noopener" data-cke-saved-href="https://www.n-tv.de/politik/Grosse-Erbschaften-werden-kaum-besteuert-article21431252.html">nur 0,2 Prozent</a>.</div>
<div><strong>9 von 10 Erb*innen von Unternehmen zahlen durch allerlei Ausnahmen gar keine Steuern.</strong> Dass das verfassungswidrig ist, hat das Bundesverfassungsgericht wiederholt festgestellt. Dennoch besteht diese Ungerechtigkeit seit Jahren fort – und führt zu <strong>jährlichen Steuergeldverlusten von mindestens 10 Milliarden Euro. </strong></div>
<div>Die extreme Ungleichheit bei Vermögen wird durch nichts so sehr verfestigt und verschärft wie durch die Nicht-Besteuerung von Erbschaften. Schon jetzt <a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/2020-07/vermoegensverteilung-deutschland-diw-studie-ungleichheit" data-cke-saved-href="https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-07/vermoegensverteilung-deutschland-diw-studie-ungleichheit">haben die reichsten 1 Prozent ein Drittel des Gesamtvermögens</a>, während die ärmere Hälfte der Bevölkerung fast nichts besitzt.</div>
</div>
<div spellcheck="true" aria-live="assertive">
<h3 id="magicdomid26" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Tathergang</b></span></h3>
<div class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">Durch umfangreiches Lobbying gelang es den Familienunternehmern, bei der Erbschaftssteuerreform 2008 betriebliches Erbe von der Erbschaftssteuer weitgehend auszunehmen. Für den Spiegel war das <a href="https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/brun-hagen-hennerkes-ueber-familienunternehmen-und-erbschaftsteuer-a-835008.html" target="_blank" rel="noopener" data-cke-saved-href="https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/brun-hagen-hennerkes-ueber-familienunternehmen-und-erbschaftsteuer-a-835008.html">„der größte Lobbyerfolg in der Geschichte der Bundesrepublik“</a>. 2015 gelang eine Wiederholung: Gegen eine geplante Reform machte der Verband mobil. Allein 9 offizielle Treffen mit der Bundesregierung sind <a href="https://www.lobbycontrol.de/reichtum-und-einfluss/erbschaftssteuer-wer-sind-die-lobbyisten-der-reichen-26479/" target="_blank" rel="noopener" data-cke-saved-href="https://www.lobbycontrol.de/reichtum-und-einfluss/erbschaftssteuer-wer-sind-die-lobbyisten-der-reichen-26479/">dokumentiert</a>; ein Drittel der Unternehmen des Verbands sprach mit Bundespolitiker*innen über die Steuer<sup><a href="https://www.familienclans.org/ermittlungsakte/erbschaftssteuer/#footnote-1" data-cke-saved-href="https://www.familienclans.org/ermittlungsakte/erbschaftssteuer/#footnote-1">1</a></sup>. Schließlich entschärfte der damalige Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die geplanten Regelungen – erneut konnten umfangreiche Ausnahmeregelungen für die reichsten Erb*innen durchgesetzt werden. Die Argumente, mit denen sich die Familienunternehmer gegen die Erbschaftssteuer stemmen, lassen an den Tatbestand der verleumderischen Erpressung denken. Motto: Müssen wir auf unser Milliarden-Erbe ein paar Steuern zahlen, <a href="https://steuermythen.de/mythen/mythos-16/" data-cke-saved-href="https://steuermythen.de/mythen/mythos-16/">können wir nicht weiter im Land produzieren und müssen die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern</a>.</div>
</div>
<div spellcheck="true" aria-live="assertive">Knapp zwei Wochen vor der Bundestagswahl 2025 veröffentlichten Die Familienunternehmer (gemeinsam mit dem Verband der Rauchtabakindustrie und den Familienbetrieben Land und Forst) eine dubiose Webseite (wirkommenzurecht.de, mittlerweile aus allen Archiven gelöscht), die sich gegen die Erbschafts- und Vermögenssteuer richtet. Das Motto:<em> &#8222;Danke. Aber wir kommen hier ohne neue Steuern zurecht.&#8220;</em> Wieder soll Angst geschürt werden, dass die Vermögensteuer auch Menschen ohne großes Vermögen schaden würden, also auch &#8222;Oma Hildegard&#8220; treffen würde. Dazu werden Bilder genutzt, die dem Anschein nach mit KI generiert wurden und Szenarien von vermeintlich Betroffenen erfunden. Die Erzählungen, die hier kreiert werden, sind zwar altbekannt, aber trotzdem irreführend bis falsch. Freibeträge werden verschwiegen, genauso Ausnahmen für Betriebsvermögen.<sup><a href="http://www.lobbycontrol.de/reichtum-und-einfluss/die-lobby-der-superreichen-gegen-die-besteuerung-von-reichtum-119795/" data-cke-saved-href="https://www.familienclans.org/ermittlungsakte/erbschaftssteuer/#footnote-1">2</a></sup></div>
<div spellcheck="true" aria-live="assertive">Die Familienunternehmer stützen ihre Kampagne gegen die Erbschaftsteuer unter anderem auf eine Studie des <a href="https://www.leibniz-gemeinschaft.de/institute/leibniz-institute-alle-listen/zew-leibniz-zentrum-fuer-europaeische-wirtschaftsforschung" target="_blank" rel="noopener">ZEW Mannheim</a>, die von der <a href="https://www.familienunternehmen.de/en/" target="_blank" rel="noopener">Stiftung Familienunternehmen</a> in Auftrag gegeben wurde. Die Stiftung ist dafür bekannt, wirtschaftswissenschaftliche Debatten durch gezielte Auftragsstudien in ihrem Sinne zu beeinflussen.<sup><a href="https://www.greenpeace.de/publikationen/Recherche_Stiftung_Familienunternehmen.pdf" data-cke-saved-href="https://www.familienclans.org/ermittlungsakte/erbschaftssteuer/#footnote-1">3</a></sup></div>
<div spellcheck="true" aria-live="assertive">
<h3 id="magicdomid28" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Hauptverdächtige*r</b></span></h3>
<div class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">Matthias Lefarth war als Leiter der Steuerabteilung der Stiftung Familienunternehmen der Hauptlobbyist während der letzten Erbschaftssteuerreform 2015/16. Nachdem die Privilegien für reiche Unternehmenserben auch hier nicht abgeschafft wurden, sprach er selbst von einer <a href="https://www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de/mythencheck-zu-einer-gerechten-erbschaftsteu/" data-cke-saved-href="https://www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de/mythencheck-zu-einer-gerechten-erbschaftsteu/">„Sternstunde der Politikerberatung“</a>. Der einstige FDPler Lefarth war 2013 kurz nach deren Gründung Landessprecher der Berliner AfD. Später engagierte er sich in der AfD-Parteistiftung von Erika Steinbach, der Desiderius-Erasmus-Stiftung. Inzwischen sitzt Lefarth im Steuerparadies Panama – und verkörpert so genau das, was für den Lobbyverband als „Mittelstand“ gilt.</div>
<h3 id="magicdomid30" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Kompliz*innenschaft</b></span></h3>
<div spellcheck="true" aria-live="assertive">
<div spellcheck="true" aria-live="assertive">
<div spellcheck="true" aria-live="assertive">Die Autor:innen der Studie <a class="reset interactable cursor-pointer decoration-1 underline-offset-1 text-super hover:underline" href="https://www.familienunternehmen.de/media/pages/publikationen/erbschaftsteuer-im-internationalen-vergleich/0eb4456ad5-1725365404/erbschaftsteuer-im-internationalen-vergleich_studie_stiftung-familienunternehmen.pdf" target="_blank" rel="nofollow noopener"><span class="text-box-trim-both">„Erbschaftsteuer im internationalen Vergleich“</span></a>: bereits beim „Länderindex Familienunternehmen“ fiel <a href="https://www.zew.de/en/team/dsb" target="_blank" rel="noopener">D. Steinbrenner</a> durch methodische Unsauberkeiten auf, während <a href="https://web.archive.org/web/20250914094004/https://www.zew.de/en/team/stw" target="_blank" rel="noopener">S. Weck</a> ebenfalls an diesem Projekt beteiligt war. Heute arbeitet Weck für die Kanzlei Flick Gocke Schaumburg – jene, die sich 2023 auf einer eigenen Fachtagung von einer Referatsleiterin des Bundesfinanzministeriums Tipps für Steuersparmodelle für Hochvermögende geben ließ.</div>
</div>
</div>
<div class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">Die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung und der Superreichen gehen bei der Frage nach Vermögens- und Erbschaftssteuer diametral auseinander. Die Politik aber schlägt sich zuverlässig auf die Seite der Reichen. Bei der letzten Reform war es insbesondere die CSU mit ihrem Chef Horst Seehofer, die neue Ausnahmen für die Reichsten durchsetzte. Seehofer traf sich drei Tage vor seinem Veto gegen Schäubles Pläne mit dem Familienunternehmer-Lobbyisten Matthias Lefarth. Aber auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lobte die Lobbyarbeit und riet der Stiftung, sich nur noch <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/bulletin/rede-von-bundeskanzlerin-dr-angela-merkel-800674" data-cke-saved-href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/bulletin/rede-von-bundeskanzlerin-dr-angela-merkel-800674">„ein bisschen mit den sozialdemokratischen Ministerpräsidenten“</a> zu befassen.</div>
<h3 id="magicdomid32" class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="b"><b>Urteil</b></span></h3>
<div class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive">Schuldig. Ohne die Familienunternehmer gäbe es längst eine gerechte Erbschaftssteuer, die reiche Erb*innen stärker belastet als arme. Das würde der immer absurderen Vermögensungleichheit entgegenwirken und dem Staat beträchtliche Mehreinnahmen verschaffen.</div>
<div spellcheck="true" aria-live="assertive"></div>
<div spellcheck="true" aria-live="assertive"></div>
</div>
<div class="ace-line" spellcheck="true" aria-live="assertive"></div>
<div id="footnote-1" style="margin-top: 100px;" spellcheck="true" aria-live="assertive">
<hr />
<div id="footnote-1" style="margin-top: 100px;" spellcheck="true" aria-live="assertive">
<div spellcheck="true" aria-live="assertive"><span class="">[1] (Fischer, D., 2012, S.188: Strategiefähigkeit und Kampagnenführung von Unternehmerverbänden: Interessenvertretung </span><span class="">am Beispiel des Verbandes Die Familienunternehmer &#8211; ASU. Wiesbaden: Springer VS.)</span></div>
<div id="footnote-2" spellcheck="true" aria-live="assertive">[2] <a href="https://www.lobbycontrol.de/reichtum-und-einfluss/die-lobby-der-superreichen-gegen-die-besteuerung-von-reichtum-119795/" target="_blank" rel="noopener" data-cke-saved-href="https://www.lobbycontrol.de/reichtum-und-einfluss/die-lobby-der-superreichen-gegen-die-besteuerung-von-reichtum-119795/">https://www.lobbycontrol.de/reichtum-und-einfluss/die-lobby-der-superreichen-gegen-die-besteuerung-von-reichtum-119795/</a></div>
<div spellcheck="true" aria-live="assertive">[3] https://www.greenpeace.de/publikationen/Recherche_Stiftung_Familienunternehmen.pdf</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://familienclans.org/ermittlungsakte/erbschaftssteuer/">Erbschaftssteuer</a> erschien zuerst auf <a href="https://familienclans.org">Familienclans - unter Beobachtung</a>.</p>
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